In der Frage der Polizeistunde sind sich die Einsiedler uneinig

Do, 10. Jan. 2019

Vi. Die Schwyzer Gastro- und Tourismusbranche ist dafür. Und selbst die Regierung will die Polizeistunde aufheben. Doch in Einsiedeln scheiden sich die Geister.

Aufhorchen liess der Schwyzer Regierungsrat Anfang dieser Woche. Per Medienmitteilung sicherte er der Initiative «Polizeistunde soll fallen» der Jungen CVP seine Zustimmung zu: Die Regierung empfiehlt dem Kantonsrat, die Initiative anzunehmen. Wie auch immer das Parlament entscheidet: Aufgrund der Gültigkeit der Initiative muss ohnehin abgestimmt werden. Das letzte Wort hat das Volk. Dort gehen die Meinungen auseinander.

Wirte deutlich für Abschaffung
Klar ist immerhin die Haltung des Kantonalverbandes GastroSchwyz. Aufgrund einer internen Umfrage bei den 486 Mitgliedern haben sich drei Viertel der Antwortenden für eine Aufhebung der Polizeistunde ausgesprochen. Aufgrund der kantonalen Umfrage hat auch der Vorstand von Gastro Einsiedeln eine Auslegeordnung vorgenommen und sich im Verhältnis von drei zu eins ebenfalls für die Initiative, respektive gegen die Polizeistunde ausgesprochen. Allerdings gibt es auch innerhalb der Branche Wirte, welche die Polizeistunde beibehalten wollen als «zeitliche Grenze, die einem gesetzt wird – dem Gast, aber ebenso Wirt und Personal».
Zu einer eigentlichen Pattsituation hat die Umfrage des Verbandes der Schwyzer Gemeinden und Bezirke geführt. Zwölf Gemeinden unterstützen die Initiative und zwölf lehnen sie ab – unter anderem der Bezirk Einsiedeln. Bei einer Aufhebung der Polizeistunde befürchtet dieser, über keine Sanktionsmöglichkeiten mehr zu verfügen.
Offen ist derzeit, wann das Volk über die Initiative und somit über das Schicksal der Polizeistunde abstimmen kann.

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